Archive for September 21st, 2005

Wahl05 - Was bleibt?

Wednesday, September 21st, 2005

Der Wahlkampf ist formal zwar vorbei, aber Dresden, Düsseldorf und langwierige Querelen K-Verhandlungen werden die Republik noch einige Zeit beschäftigen. Zeit, sich zu fragen: Was bleibt vom Online-Bundestagswahlkampf 2005 hängen?

In den vergangenen Monaten wurde das Netz vornehmlich als Informationskanal und Kommentarbühne, weniger als Mobilisierungsplattform wie MoveOn.org im US-Wahlkampf genutzt. Der Medienbeobachtungsdienst Ausschnitt hat in einer ersten (und zweiten) wenn auch eher oberflächlichen Bewertung Politiker-Blogs analysiert. Die Macher resümieren bei politik-digital:

„Weblogs sind keine Partei-Homepage, sie sollen die persönliche Sicht auf die Dinge zeigen, wie der Blogger selbst sie hat. Wichtig ist, dass aktuell und intensiv gebloggt wird.“ Die meisten Politiker tun sich jedoch schwer damit, einen persönlichen Zugang zum jeweiligen Thema zu entwickeln, wird in der Untersuchung festgestellt: „Nur ein knappes Drittel aller Beiträge hat persönliche Erfahrungen und Erlebnisse als Aufhänger.“

Spannende Frage: Welche Politker werden auch in den nächsten Monaten weiterbloggen? An vielen Orten wgeschieht dies schon, aber noch ist es zu früh, um abschätzen zu können, wer das Experiment Bürgernähe wirklich weiterführen wird. Zumindest bei Blog4Berlin, das Weblog der CSU, wurden schnelle Entscheidungen getroffen. Die Website war schneller vom Netz als Merkel Fraktionsvorsitzende. Vorher war schon wegen massiver Proteste gegen die Massenmails der CDU und CSU die Kommentarfunktion abgestellt worden.

Eines bleibt zu hoffen: Dass durch die Erfahrungen mit den Neuen Medien die Politikerinnen und Politiker dem Thema Netzpolitk eine neue Aufmerksamkeit schenken werden.

Unternehmen in der Google-Gesellschaft

Wednesday, September 21st, 2005

Kurzr Hinweis auf einen Beitrag, den ich schon vor ein paar Tagen im prblogger veröffentlichte: Unternehmen in der Google-Gesellschaft.

Das Watzlawicksche »Man kann nicht nicht kommunzieren« ändert sich. Künftig heißt es vielmehr: »Man kann nicht nicht-sichtbar sein«. Und entsprechend: »Man kann nicht nicht-finden«. Auch Google als einer von vielen Motoren dieses Wandels musste dies feststellen, als C-Net mit simplen Recherchen dem faktischen Monopolisten auf die Füße trat. Google-Vorstand Eric Schmidt musste erkennen: Die kommunikative Wirklichkeit wird neu strukturiert.