UMTS-David gegen Windows-Goliath
Von Kai Lehmannam 12.09.05 um 17:36
Habe eben ein Interview mit Netzpolitk.org-Macher Markus Beckedahl bei Medienrauschen wiederentdeckt. Markus, der auch Autor des Buches “Die Google-Gesellschaft” ist, erzählt von der Guerillia-Aktion gegen den Lobbyabend von Microsoft im Abgeordnetenhaus Berlin.
Das Netz hilft uns, Themen zu transportieren. Die Idee wurde über Mailinglisten transportiert und diskutiert aber auch offline Treffen war hilfreich. Wenn Greenpeace früher eine Aktion machte, waren sie davon abhängig, dass Kamerateams dabei waren um alles zu dokumentieren. Jetzt haben wir unsere digitalen Tools - und wir wissen diese zu nutzen. Wir haben ja nicht nur Bilder gemacht und diese live via MMS in Blogs gestellt. Auch haben wir erstmals mit UMTS experimentiert, um einen Livestream der Veranstaltung ins Netz zu stellen, der schnell unter anderem via IRC distribuiert wurde. Die Idee war, Lobbying transparent zu machen und Citizen Journalism zu praktizieren. Für die Nachbereitung hatten wir Blogs und Server, um die Bilder online zu stellen und einen Bericht zu schreiben. Dort konnten klassische Medien recherchieren und auf das Material zurückgreifen. Wir haben quasi unsere eigenen Medien und sind nicht mehr von den Massenmedien abhängig.
Was lernen wir?
- Mit den Neuen Medien kommen neue Chancen für die Bürgergesellschaft.
- Politik erfindet sich im Netz neu.
- Freie Software ist eine Sache, für die es sich einzusetzen lohnt.
Mehr Infos zur Pinguin-Party bei Microsoft gibt es bei netzpolitik.org.
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