Im Süden nichts Neues (off topic)

Von Kai Lehmannam 28.10.05 um 00:05

Hier solle eigentlich - off topic - ein kleiner Eindruck von meinem Systems-Besuch und dem Abstecher auf die Münchener Medientage stehen.
Habe mich mit meiner Kollegin Kathrin gestern abend noch redlich bemüht, im Hotel unsere Eindrücke in Worte zu fassen.

Da gab Infos zu 3D-Druckern, die echt ein nettes Gadget sind, und zum forschen Datensammeln der Messe München bei den Besuchern der Systems. Denn: Ohne Antworten auf allerlei Fragen zu Branche, Stellung, Adresse und anderen Dingen gab es keinen Einlass.

Leider zerschoss sich dann gestern Nacht unsere MySQL-Datenbank, so dass zeitweilig erst gar nichts mehr erreichbar war und dann plötzlich alle Postings fehlten. Ein neuer digitaler Tod stand mir also bevor. Nur durch das tapfere Eingreifen von Christian konnten die Postings aus den Tiefen des Datenbank-Nirwanas hervorgezaubert werden. Besten Dank!

Was gabs ansonsten? Auch auf den Münchener Medientagen war zwar alles nett, aber weniges berauschend. Eine Weblog-Diskussion durfte natürlich nicht fehlen. Mit dabei: Klaus Eck, Don Alphonso, Christoph Schultheiß und Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach. Leider gings wieder nur um “Journalismus oder nicht?”, “Hype oder nicht?” und der Frage nach der Revolution. Wer aber wie aus welchem Grund zu welchen Themen bloggen sollte, wird leider selten auf einer solchen Diskussion geklärt. Mehr zur Diskussion bei haltungsturnen, im prblogger und bei Don Alphonso.

Ansonsten gab es heute noch eine Diskussion zu Suchmaschinen, die aber in ein Palaver über Suchmaschinenmarketing entglitt. Jochen Wegner, Redakteur bei Focus und jonet-Macher, kam sich entsprechend etwas fehl am Platze vor. Aufgelockert wurde die Diskussion lediglich durch Zwischenrufe und Szenenapplaus aus dem Publikum. Stefan Keuchel, Google-Sprecher, mischte sich von hinten immer wieder dezent ein.

Mein Fazit: Viele Internet-Nutzer sind vollkommen unsensibel, was ihre eigenen Daten und ihre Privatssphäre angeht.

Eingeordnet unter: Und der ganze Rest... |

4 Kommentare Eigenen Kommentar verfassen.

  • 1. Djure Meinen  |  28.10.05 um 9:09

    Mein Fazit: Viele Internet-Nutzer sind vollkommen unsensibel, was ihre eigenen Daten und ihre Privatssphäre angeht.

    Da bin ich ja vollkommen der gleichen Meinung, aber kannst Du das noch etwas unterfüttern? Mir ist nicht so ganz der Zusammenhang klar?

  • 2. Bloogle » To exist &hellip  |  28.10.05 um 12:37

    […] Die gestrige Diskussion über Suchmaschinen auf den Münchener Medientagen hat nun auch Niederschlag bei heise gefunden. Stefan Krempl berichtet dabei im wesentlichen über die politischen Aspekte der ansonsten eher Marketing orientierten Diskussion. […]

  • 3. Kai Lehmann  |  28.10.05 um 12:46

    In der Diskussion in München ging es vor allem um werbliche Möglichkeiten, die das Internet bietet (Adwords etc.).

    Das Besondere dieser Werbeformen ist, dass sie zielgenauer ihre Empfänger erreicht, weil eben Nutzer im Netz gerne ihre persönlichen Daten preisgeben.

    Jochen Wegner hat es (wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht), als das Teuflische im Netz bezeichnet. Weil das Internet so viele Dinge so unendlich bequem macht, geben die Nutzer gerne Informationen über ihr Surfverhalten, ihre Hobbys und ihren Beruf preis.

    Wenn zukünftig dann stärker ortsbezogene Angebote auf den Markt kommen, werden die Verbraucher wohl auch gerne ständig ihren Aufenthaltsort per Handy an den nächstbesten Dienstleister schicken und um kontextsensitive Angebote und Hinweise bitten.

    Mein Eindruck ist einfach, dass die Grundidee von Datenschutz kaum noch jemanden interessiert. Die Leute wissen viel zu wenig über die Relevanz des Datenverschleuderns.

  • 4. Bloogle » Zukunft v&hellip  |  30.10.05 um 19:28

    […] Ich glaube, das hatte ich ja schon hier angedeutet, dass das Problem nicht in der mangelnden Akzeptanz neuer Technologien liegen wird. Dies scheint mir mehr eine schwache Drohgebärde gegenüber den Forderungen der Politik und Wirtschaft zu sein. Vielmehr interessieren sich heutige Nutzer meistens kein Stück für Datenschutz. Wenn man bedenkt, dass die Payback-Teilnehmer für unter ein Prozent ihres Einkaufsvolumens ihre kompletten Daten preisgeben, wird deutlich, dass es nur weniger Anreize bedarf, damit diese die Hosen runterlassen. Jochen Wegner hat dies ja auf den Medientagen auch vertreten: Wenn denn nur mehr Bquemlichkeit geboten wird, lassen die Nutzer vieles, wenn nicht alles mit sich machen. […]

Einen Kommentar hinzufügen

Du musst eingeloggt sein, um zu Kommentare zu schreiben.

Trackback URI  |  RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag


Kalender

October 2005
M T W T F S S
« Sep   Nov »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Die letzten Artikel