Archive for November 12th, 2005

Jonet-Tag (15): PR und Journalismus VIII

Saturday, November 12th, 2005

Christoph Fischer wurde gerade etwas lauter und regte sich wortgewaltig über Garbowskis Vorschlag auf, schlechte Medien umtauschen zu können bzw. eine Gewährleistungspflicht für Medien einzuführen.

Von der Muppet Show zu Spitting Image…

Er konnte nur mit Mühe beruhigt werden. Erinnert mich an einen Text über Choleriker, den ich letztens auf einem Poetry Slam hörte.

So weit, ich gebe zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

Jonet-Tag (14): PR und Journalismus VII

Saturday, November 12th, 2005

Langsam lehnt sich das Publikum gegen das Podium auf… Vielleicht kommt die zwar durchaus unterhaltsame Alt-Herren-Erzählweise der moralisierende Plauderton doch nicht so gut an ;-)

Stilistisch, weniger inhaltlich, ist das Panel wie eine doppelte Muppet-Show: In der Mitte Frau Hucke, links und rechts zwei alte Herren in bester Laune.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (12): PR und Journalismus V

Saturday, November 12th, 2005

Deutlich in der Diskussion wird, dass das Spannungsfeld “PR und Journalismus” vor allem im Hause der Medien gerade gebogen werden muss: Schlechte Bezahlung, zu wenig Mitarbeiter und unzureichende Kenntnisse über die rechtlichen Grundlagen führen zu einem journalistischen Standard, der eigentlich als solcher nicht mehr bezeichnet werden dürfte.

Veronika Hucke, Leiterin Unternehmenskommunikation Philips, macht deutlich, dass es natürlich nicht im Interesse von Unternehmen sein kann, dass Redaktionen zunehmend unbezahlte Beiträge ins Blatt nehmen. Denn dann, so Hucke, würde es irgendwann nur noch darum gehen, welches Unternehmen am meisten für eine Geschichte zahlt. Auch Unternehmen müssen an einem sauberen Journalismus interessiert sein. Ein Statement, dass ich nur unterstreichen kann.

Abstrus finde ich das Argument, dass Unternehmen doch PR lieben müssten, weil sie dann auf Werbung verzichten könnten. Das eine hat wohl nur wenig mit dem anderen zu tun.

Garbowski weist zu Recht darauf hin, dass die Diskussionen immer nur mit den Guten geführt werden würden. Springer würde sich nicht auf ein solches Podium setzen.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (11): PR und Journalismus IV

Saturday, November 12th, 2005

Peter Garbowski benennt eines der Probleme im Verhältnis von Journalismus und PR: Die Vergütung von Journalisten. Wie soll sich ein Journalist auch für 40 Euro pro Beitrag über Wasser halten? Entsprechend müssten diese auf andere Einnahmequellen zurückgreifen.

Andreas Kunze berichtet über seine Auseinandersetzung mit dem Springer-Verlag: Als Leser eines Springer-Mediums verlangte er sein Geld zurück, weil ein ihn interessierender Beitrag eigentlich nur Schleichwerbung sei.

Auf den Hinweis, dass es journalistische Gepflogenheit sei, Quellen gegenzuchecken und mehrere Quellen zu befragen, antwortete die Springer-Rechtsabteilung: Diese Gepflogenheiten würden im deutschen Verlagswesen nicht existieren.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (10): PR und Journalismus III

Saturday, November 12th, 2005

Zitat des Tages kommt von Christoph Fischer:

“Was macht man, wenn man nicht mehr weiter weiß? Man gründet einen Arbeitskreis!”

..und verweist darauf, dass Unternehmen längst mehr als Pressemeldungen verschicken. Sie, so Fischer, gründen mit Hilfe von wirtschaftsnahen Wissenschaftlern einfach wissenschaftliche Gremien, die die gewünschte Meinung transportieren.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (9): PR und Journalismus II

Saturday, November 12th, 2005

Christoph Fischer, ehemaliger Ressortchef Medizin bei BILD, eröffnet das Panel mit einigen interessanten Statements: “Es gibt auch gute PR. Sie ist qualitativ besser geworden.” Er sagte aber auch: “Man kann sich gegen PR nicht wehren.” Man würde ja auch für Leser schreiben und die würden eben in einer Markenwelt leben.

Peter Grabowski vom Netzwerk Recherche hält PR für eine höchst legitime Sache und möchte nicht als PR-Hasser dastehen. Was aber nicht ginge, so Garbowski, sei es, Gesetze zu brechen und verweist auf das Thema “Schleichwerbung”.

“Wo sind die Grenzen?”, dies sei die eigentliche Frage.

Eigentlich ist das ganze doch eine Diskussion, die Journalisten, wären sie konsequent, für sich ad acta legen könnten: Nämlich dann, wenn sie gar keine Informationen von PR-Agenturen übernehmen würden, lieber selbst recherieren und produzieren würden - bzw. wenn Verlage die Redaktionen besser ausstatten würden. Sind also PR-Agenturen wirklich das Problem?

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (8): PR und Journalismus

Saturday, November 12th, 2005

Gleich kommen wir zu meinem Lieblingsthema: Journalismus und PR. Als PR-Redakteur, ehemaliger freier Journalist und Mediensoziologe habe ich da meine ganz eigene Meinung :-) .

Ich hatte ja schon im prblogger geschrieben, dass ich von PR-Bashing nicht viel halte. Zum einen sollte der Journalismus erkennen, dass er auf dem hohen Ross, auf dem er gerne sitzen würde, meistens eben nicht sitzt (es sei denn man arbeitet beim Spiegel). Zumindest die Klagen hier auf der Tagung über den Weg des Journalismus machen deutlich, dass die Kollegen die Situation anders als rosig bezeichnen.

Zum anderen muss man Unternehmen und Institutionen zugestehen, dass sie sich in einer Mediengesellschaft kommunikativen Rat holen. Auf dieser Basis gilt es dann zu entscheiden, wie beide Interessen sich treffen können.

Gleich auf dem Podium:

Christoph Fischer, ehem. Ressortleiter Medizin bei „Bild“

Veronika Hucke, Leiterin Unternehmenskommunikation Philips

Andreas Kunze, Chefredakteur “Fintext”

Peter Grabowski, freier Journalist

Justin Westhoff, Freier Journalist und Öffentlichkeitsarbeiter

Ins Gespräch bringen uns Kerstin Hoffmann und Albrecht Ude

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (7): Kodex für Blogs

Saturday, November 12th, 2005

In der Mittagspause endlich Erik Möller persönlich kennen gelernt. Mit Alexander Haentzschel haben wir dann ein kontroverses Gespräch über die Rolle von Weblogs (weiter)geführt.

Spannende Frage, die dort auftauchte: Gibt es eigentlich einen Ehrenkodex für Blogger? So ein Verhaltenskodex würde der Diskussion um “Weblogs vs. Journalismus” eine neue Richtung geben. Denn: Auch Blogger haben eine Verantwortung mit ihren Veröffentlichungen - gegenüber den Beschriebenen und dem Beschriebenem.

Wie könnte ein solcher Ehrenkodex aussehen? Vielleicht lohnt es sich bei den Journalisten (PDF) oder den PR-Leuten einiges abzuschauen. Sicherlich müsste man stärker betonen, dass sich Blogger bewusst sein müssen, dass ihre Texte eine Auswirkung auf Personen und Unternehmen haben können. Sie müssen sich also entsprechend sicher sein, dass die Informationen tragfähig und die Meinungen fair sind.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (6): Bürgerjournalismus? V

Saturday, November 12th, 2005

Heiko Hebig mischt die Diskussion auf: Brauchen Medien ein Weblog, wo die doch sowieso eine Leserschaft haben? Weblogs sind demnach für die Menschen ohne klassischem Verlag im Rücken.

Julius Endert, Redaktionsleiter Handelsblatt online, hält dagegen und begründet warum das Handelsblatt in Weblogs macht: Für uns ist das ein Entwicklungsthema. “Ich möchte Dinge ausprobieren.”

Das Thema schwenkt um auf Medienkompetenz: In Deutschland gäbe es keine Vermittlung von Medienkompetenz in den Schulen, so ein Statement aus dem Publikum. Raunen im Publikum…

Wohin geht es mit Dem Spreeblick-Verlag II: Johnny möchte sich als Indie-Label sehen. Viele kleine gute Satellitenblogs fördern, pflegen und hegen. Und er wehrt sich gegen eine reine Ökonomisierung seiner Arbeit: “Mindestens ein Drittel der Überlegungen gehen dahin: Wir wollen es einfach tun.”

Statement aus dem Publikum: Gibt es die Gefahr, dass Welogs als Guerillia-Marketing von zahlungskräftigen Unternehmen übernommen? Als Beispiel dienen mehrere hundert Weblogs von Microsoft-Mitarbeitern, die meist nicht als diese gekennzeichnet sind.

Bleibt die Frage aus dem Publikum: Können Journalisten mit Weblogs Geld verdienen? Klare Antwort: Jein, denn es wird schwierig. Mögliche Quellen sind nach Erik Möller Spenden und Google-Ads.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (5): Bürgerjournalismus? IV

Saturday, November 12th, 2005

Johnny Haeusler lässt sich in die Karten schauen: Spreeblick wird in der kommenden Woche eine Kommentarfunktion für Podcasts einführen. Hörerinnen und Hörer können dann per Telefon (via 030-Nummer) Kommentare loslassen.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.