Die Innovationskraft des Internets

Warum das Internet so erfolgreich ist und was seinen weiteren Siegeszug gefährden könnte, fragte sich Barbara van Schewick in ihrer Dissertation “Architecture and Innovation: The Role of the End-to-End Arguments in the Original Internet”. Die Wissenschaftlerin im Fachgebiet Telekommunikationsnetze an der Technischen Universität Berlin sieht das Internet am Scheideweg stehen (gefunden via golem.de).

Das Internet sei mit Entwicklungen wie E-Mail oder der Internet-Telefonie ein Tummelplatz für Innovationen - noch, so van Schewick. Denn, so die Wissenschaftlerin laut Pressemeldung, der bisherige Garant des Fortschritts, die Offenheit der Übertragungsnetze, drohe ins Wanken zu geraten:

“Die Offenheit der Netze ist daher die Grundvoraussetzung, um weiterhin eine Vielfalt von Innovationen im Internet zu ermöglichen. Das Internet steht nun am Scheideweg. Wettbewerb alleine ist nicht die Lösung. Es geht darum, welche Architektur sich in Zukunft durchsetzen wird”

Betreut wurde die Dissertation von bekannten Wissenschaftlern wie Bernd Lutterbeck und Lawrence Lessig.

Dies erinnert mich an eine Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung im letzten Jahr zum Thema Open Innovation.

Innovation ist mit der modernen, fortschrittsorientierten Gesellschaft unauflösbar verbunden. Die Politik redet von ihr gerade dann immer, wenn es hakt mit dem Fortschreiten. Doch auch Innovationsmodelle fallen nicht vom Himmel und müssen dem Neuen, das nicht zuletzt durch die technische und mediale Entwicklung möglich geworden ist, Raum geben. Die Konferenz Open Innovation! lotete aus, welche Anregungen für eine zeitgemäße Innovationsoffensive aus dem Geist des Internet zu gewinnen sind, der wichtigsten Basisinnovation der vernetzten, digitalen Gesellschaft.

Hierzu sollte eigentlich längst auch ein Reader unter der Federführung von Stefan Krempl erscheinen…

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