Die Technik von morgen

Wie möchten wir morgen leben? Diese Frage, die mich ja auch hier, hier und hier schon umtrieb, beschäftigt nun auch die Humboldt-Universität. Im Auftrag des Bundes(noch)forschungsministierums befragt sie via Zeit Online alle diejenigen, die es möchten, zu möglichen Zukunftsszenarien.

Im Interview mit der ZEIT erläutert die leitende Wissenschaftlerin der Untersuchung, Sarah Spiekermann, die Ziele und Hintergründe der Umfrage.

Wir möchten herausfinden, wie die Menschen bestimmte Zukunftsszenarien beurteilen. Was empfinden sie bei der Vorstellung, diese oder jene Dienste zu nutzen, und würden sie diese kaufen und gern in Anspruch nehmen? Darüber hinaus möchten wir Einsichten gewinnen, wie die Technik aus Nutzersicht gebaut werden müsste, damit sie menschenfreundlich ist. Und schließlich wollen wir auch noch etwas besser verstehen, wie heute der Datenschutz in Deutschland gesehen wird, denn dieser ist essenziell für die Gestaltungsmöglichkeiten.

Spiekermann wirft dabei auch Fragen der informationellen Selbstbestimmung auf und thematisiert den Technologiepaternalismus. Was passiert, wenn Technik zu viel Kontrolle auf den Menschen ausübt?

Ähnlich wie ein Vater/Pater immer zu wissen meint, was das Beste für seine Kinder ist. Diese Verluste von Kontrollrechten im Namen eines angeblich höheren Besseren machen den Technologiepaternalismus aus. Die UbiComp-Technologie birgt das Potenzial, solche Beschränkungen an vielen Fronten einzuführen.

Die Untersuchung findet im Rahmen des Projektes Taucis statt. Im Zentrum des Projektes steht vor allem das Thema RFID.

Entscheidend für die Informationelle Selbstbestimmung des Individuums wird die Kontrolle über die von RFID- und Sensorsystemen erfassten Daten und ihre Sicherheit. Welche technischen Lösungsmöglichkeiten deuten sich an, und wo finden sie ihre Grenzen?

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