Jonet-Tag (6): Bürgerjournalismus? V
Von Kai Lehmannam 12.11.05 um 13:18
Heiko Hebig mischt die Diskussion auf: Brauchen Medien ein Weblog, wo die doch sowieso eine Leserschaft haben? Weblogs sind demnach für die Menschen ohne klassischem Verlag im Rücken.
Julius Endert, Redaktionsleiter Handelsblatt online, hält dagegen und begründet warum das Handelsblatt in Weblogs macht: Für uns ist das ein Entwicklungsthema. “Ich möchte Dinge ausprobieren.”
Das Thema schwenkt um auf Medienkompetenz: In Deutschland gäbe es keine Vermittlung von Medienkompetenz in den Schulen, so ein Statement aus dem Publikum. Raunen im Publikum…
Wohin geht es mit Dem Spreeblick-Verlag II: Johnny möchte sich als Indie-Label sehen. Viele kleine gute Satellitenblogs fördern, pflegen und hegen. Und er wehrt sich gegen eine reine Ökonomisierung seiner Arbeit: “Mindestens ein Drittel der Überlegungen gehen dahin: Wir wollen es einfach tun.”
Statement aus dem Publikum: Gibt es die Gefahr, dass Welogs als Guerillia-Marketing von zahlungskräftigen Unternehmen übernommen? Als Beispiel dienen mehrere hundert Weblogs von Microsoft-Mitarbeitern, die meist nicht als diese gekennzeichnet sind.
Bleibt die Frage aus dem Publikum: Können Journalisten mit Weblogs Geld verdienen? Klare Antwort: Jein, denn es wird schwierig. Mögliche Quellen sind nach Erik Möller Spenden und Google-Ads.
jonettag: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

1 Kommentar Eigenen Kommentar verfassen.
1. Nicole Simon | 12.11.05 um 14:44
Ein Blog, wo jemand über seiner Arbeit bei MS berichtet, muß nicht als “Blog eines MS-Mitarbeiters” gekennzeichnet sein, vor allem nicht, wenn nahezu jeder der Einträge genau davon handelt.
Dort quasi eine Verschleierung anzudeuten halte ich für sehr einfältig.
Einen Kommentar hinzufügen
Du musst eingeloggt sein, um zu Kommentare zu schreiben.
Trackback URI | RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag