Archive for November, 2005

Jonet-Tag (2): Bürgerjournalismus?

Saturday, November 12th, 2005

So, nun auf zu: Mikromedien: Meinen Journalismus mache ich mir selbst (Dort auch alle Hintergründe zu den Referenten). Im Publikum in erster Linie Blogger und Podcaster. Von den 400 Teilnehmern haben sich nur rund 50 hier her verirrt. Sixtus moderiert, Johnny Haeusler macht den Einstieg zu Weblogs und Journalismus.

Spannende Frage, die ich heute geklärt haben möchte: Warum brauchen wir einen Podcasting-Verband? Mal schauen, ob wir auch solche Nischenfragen klären können ;-)

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (1): Wohin geht der Journalismus?

Saturday, November 12th, 2005

Was, bitte, war noch gleich Journalismus? fragen sich gerade zahlreiche Koryphäen des Journalismus und Blogger Jonny Haeusler auf dem Eröffnungspodium des jonet-Tags in Hamburg.

90 Minuten Streifzug über Medien, Macher und Meinung:

Blogs seien der wirkliche Journalismus, so Jonny Haeusler: Unbezahlt, aber unabhängig könnten Blogger schreiben, was sie möchten. Aber können Blogger auch mit ihrer Arbeit Geld verdienen? Der Spreeblick-Macher zeigt mit Sponsoren-Beispielen und mögliche Aufmerksamkeit für kleine und mittlere Unternehmen, die auf großen Portalen keinen Zugang finden, Wege auf.

SPON-Chef Mathias Müller v. Blumencron: Wir machen ein Blog - und das heißt Spiegel Online… Ansonsten hält er nicht viel von der Diskussion über Journalismus und Weblogs - und legt sich mit Jonny Haeusler an, indem er Blogs in die Bashing-Ecke stellt. Der kontert leicht mit Beispielen, die zeigen wie sich der Journalismus bei SPON durch Werbung verwässert.

Wird der Journalismus in den Blogs neu erfunden? Annette Milz vom Medium Magazin hat da eine klare Antwort: Nein! Aber: Der klassische Journalismus würde seine Deutungshoheit verlieren, sagt Milz. Dies habe ich ja schon im prblogger ausführlich dargelegt :-)

Gibt es einen Durst bei den Rezipienten nach Meinung?, fragt Jochen Wegner. Ja, sagt Manfred Bissinger, denn bei den vielen Bildern und Informationen brauchen die Menschen eine Orientierung und eine Meinung dazu. Weblogs würden da nicht anders funktionieren als klassische Medien, denn auch die bräuchten auch Subjekt, Prädikat und Objekt. In diesem Sinne vertraue er auf das Internet, dass von dort Impulse kämen.

Müller v. Blumencron: SPON wird mehr Geschichten in Bildern und auch Videos erzählen und verweist auf den Erfolg von flickr. Also Bilder statt Meinung? Zumindest sei Meinung nicht alles, so der SPON-Chef. Annette Milz vom Medium Magazin hält dagegen und ein Plädoyer für Meinung. Jonny berichtet, wie ihm seine Meinung als Blogger schon zwei Kunden gekostet hat, für die er Webdesign gemacht hat: “Du kannst gerne eine eigene Meinung haben, aber du musst sie ja nicht öffentlich äußern.”

Interessanterweise dreht sich die Diskussion viel ums Netz, obwohl das Thema über die Zukunft des Journalismus’ ja deutlich breiter diskutiert werden könnte. Wird das Internet also doch die Heimat eines neuen, frechen und innovativen Journalismus? Der jonet-Tag wird es weiterdiskutieren.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Die österreichische Google-Gesellschaft

Wednesday, November 9th, 2005

Die Google-Gesellschaft erobert Österreich. Nach einer Buchvorstellung bei Ö1/ ORF (wie spricht man das nur aus?), habe ich nächste Woche ein Interview für einen längeren Beitrag zum digitalen Wandel des Wissens: Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft

Also, Ohren auf am 23.11.!

AOL: Windbeutel gegen rechts

Wednesday, November 9th, 2005

Mit einer aufgebauschten Aktion schmückt sich AOL dieser Tage: In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin (JMB) registriert die AOL Suche, die auf Google-Ergebnisse zurückgreift, bestimmte Begrifflichkeiten und setzt ihnen eine Linkliste des JMB vor. Rund 100 Begriffe aus dem Umfeld des Antisemitismus wie Rassismus, Synagoge und Reichskristallnacht führen so u.a. zu Seiten, die das JMB für besonders informativ zu diesem Thema erachtet.

AOL Deutschland verändert seine Suchfunktionen deshalb so, dass ein Aufklärungsverweis des Jüdischen Museums Berlin angezeigt wird, sobald einer der über 100 ausgewählten Suchbegriffe eingegeben wird. Diese wurden zuvor vom Jüdischen Museum Berlin bestimmt und an AOL übermittelt.

Eine nette, neue Form des Social Sponsoring - mehr aber auch nicht - wäre da nicht die Pressemeldung aus dem Hause AOL: Da ist von einem gemeinsamen Zeichen gegen Rechtsextremismus die Rede und davon, die Medienkompetenz zu fördern. Alles ehrbare Ziele, haben nur gar nichts mit dieser Aktion zu tun. Stattdessen finden wir inszeniertes Handeln vor, dass von den eigentlichen Auseinandersetzungen rund um Medienkompetenz, informationelle Autonomie oder Jugendschutz ablenkt.

Der kritische Punkt ist aber auch dieser: AOL Deutschland verändert seine Suchfunktionen, heißt es in der Pressemeldung. Sicher: Gegen Rassimus sind wir alle, entsprechend unkritisch dürfte das Engagement aufgenommen werden.

Aber bei welchen Begriffen ist so eine Form des Indoktrinierens Besserwisser-Informierens eigentlich wünschenswert? Und wo beginnt es schwierig zu werden?

Ich plädiere daür, für “Atomkraft” auf Greenpeace zu verlinken, bei den Begriffen Metro und Otto Schily auf die Seiten des Big Brother Awards zu verlinken. Und beim Suchbegriff “Bundesregierung” die Seite von Indymedia vorzuschalten.

Und wenn die guten Suchmaschinenanbieter mal eben fünf Links und drei Sponsored-Links vor die eigentlichen Suchergebnisse schalten, dann stoßen die meisten Sucher gar nicht zu den “echten” Ergebnissen vor. Verdrängung durch Informationsflut?

P.S.: Dieser Beitrag ist natürlich meine ganz private Meinung und steht in keinem Zusammenhang mit meiner beruflichen Tätigkeit.

Arbeiten

Tuesday, November 8th, 2005

Nun verbringen wir schon jeden Tag durchschnittlich 10 Stunden mit Medien, doch will es mit der Innovation und Wissenskultur nicht so recht klappen, wie Michael Domsalla hier anmerkt.

Wer sich einmal in der Blogosphäre umschaut, entdeckt schnell, warum es mit dem Land nicht voran geht:

Beobachtungen zur Medienkonvergenz verweist auf eine Untersuchung der University of California at Irvine. Demnach werden wir im Berufsleben alle 11 Minuten durch Anrufe, Kollegen oder E-Mails in unserem Arbeitsfluss unterbrochen. Danach, so die Untersuchung, würde es durchschnitlich 25 Minuten dauern, bis wir wieder dort weitermachen, wo wir unterbrochen worden sind. Andreas Göldi bezieht sich auf einen Beitrag des N.Y. Times Magazine “Meet the Lifes Hacker”. Dort werden auch Alternativen aufgezeigt:

Aber es gibt auch Low-Tech-Ansätze, und damit beschäftigen sich die im Titel erwähnten “Life Hacker”: Einfache Ansätze der Selbstorganisation, häufig mit altmodischen papierbasierten Hilfsmitteln, sind oft sehr viel wirkungsvoller als raffinierte Spezialsoftware mit künstlicher Intelligenz.

Und gleich ganz ohne Netz würden auch die Mitarbeiter davon abgehalten, ständig Blogs zu lesen. Denn, so der prblogger: Blogs lenken von der Arbeit ab.

Laut dem US-Branchenmagazin Advertising Age (Adage) sollen US-Arbeitnehmer in diesem Jahr in ihrer Arbeitszeit insgesamt 551.000 Jahre lang Blogs gelesen haben, die nichts mit ihrem Business zu tun haben. 35 Millionen Berufstätige verlieren demnach durch ihre Blog-Lektüre im Durchschnitt rund 3,5 Stunden oder neun Prozent ihrer wöchentlichen Arbeitszeit.

Und es kommt noch schlimmer, denn Beobachtungen zur Medienkonvergenz konstatiert eine Aufmerksamkeitskrise:

Wie viele RSS-Feeds kann der Mensch auf die Dauer sinnvoll konsumieren? 10? 50? 100? Wie geht man mit dieser Informationsflut um, wie verteilt man seine Aufmerksamkeit richtig? Denn letztlich ist jeder von uns daran interessiert, maximalen “Return on Attention” zu bekommen.

Mein Kommentar dazu im Blog von Andreas:

Wieso sollte es denn Weblogs und Feeds anders ergehen, als den zig Milliarden Webseiten im Netz? Auch diese befinden sich potenziell in einer Aufmerksamkeitskrise.

In diesem Sinne wird es auch bei Weblogs zukünftig Trampelpfade geben. Mit den so genannten A-Bloggern haben wir sie ja schon heute.

Und: Es wird daneben auch Nischenblogs geben, die nur eine geringe Anzahl von Lesern erreichen oder ein so spezielles Thema aufgreifen, das andere eben nicht abdecken.

Information Overload, oder Informationsflut, ist dabei kein Kind des Internets. Schon in den Achtziger Jahren wurden 99 Prozent der Printmedien von den Bürgerinnen und Bürgern missachtet.

Ich glaube, dass uns hier eine Flutrethorik nicht weiterhilft.

Wie die ARD-ZDF-Studie Massenkommunikation herausgefunden hat, verbringen wir immer mehr Zeit mit Medien. Momentan rund 10 Stunden am Tag. Aber auch unsere Zeit ist endlich (das ist halt die Ökonomie der Aufmerksamkeit).

Ich glaube, wir müssen uns davon lösen, zu glauben, alles sei wichtig,

Klassische Medien werden in einem begrenzten Umfang auch weiterhin eine Rolle spielen, in dem sie den Minimalkonsens des öffentlichen Geschehens rekapitulieren. Darüber hinaus werden wir uns alle eine eigene Wirklichkeit patchworkartig zusammenstückeln.

Immer eben in Abhängigkeit von technischen Maschinen wie Google und Technorati, bzw. von Webseiten und Webogs, die auf solche Maschinen zurückgreifen.

So wird 2049

Tuesday, November 8th, 2005

Phillipp Lenssen von Blogoscoped hat einmal - nichts ganz ernst - in die Zukunft geschaut und sich gefragt, mit welchen technischen Errungenschaften wir 2049 rechnen dürfen. Ich würde sagen, uns steht eine glänzende Zukunft bevor:

Trademarks of 2049

InvisiGlove™
People in the future are more and more concerned about privacy. That’s why they don’t like to leave fingerprints, which (in many countries) will be routinely analyzed in every major city. So no matter where you went, the government has a chance to know. Unless, of course, you wear an InvisiGlove™. (…)

HyperDream™
50 years ago, humanity took things a little slower than today. Indeed, our busy modern times leave us little chance to take a rest. The trend continues, and in around 50 years, most people don’t even have the time to do unproductive things like sleeping. Yet, they know only too well how important sleep is for body and mind. (…)

One-Click TV™

In about 20 years from now, the internet and the TV have been completely merged. That means full interactivity for that innocent little box which years ago invaded humanity’s living rooms. A side-effect not even big media companies did foresee was that most people were actually quite happy with the ease-of-use of sitting on a couch and clicking through channels of mindless TV shows… without any need to manage bookmarks, configure your TiVo, personalize the advertisement, or zapping away pop-ups. (…)

NatuDirt™
In the near future, robots did such a perfect job in keeping the house clean that it would look almost too sterile to some. As cleaning robots weren’t programmed to do anything else but, well, clean, tables would always have an unnatural shine, floors were slippery, and homes started to look more like a hospital than a cozy shelter to hang around with your family.

When NatuDirt™ came on the scene, it was a perfect match to having a cleaning robot. Small micro-organisms would spread in the house and create a constant level of dust, crumbs, and random grayish fluff. People’s minds were instantly transported back to their grandma’s house of 2010, and once again they started to feel more at home at home.

Coca Pepsi Cola™
After the Coca Cola and Pepsi Cola companies figured it was more lucrative to just stop fighting each other and put together their production lines, the resulting drink was Coca Pepsi Cola™. Sales dropped shortly thereafter as everyone switched to Dr. Pepper.

PastMachine™
The basic technology to build time machines was created in 2040, to be perfected 9 years later by a Japanese company (a glitch in Einstein’s theory of relativitiy made it possible, it turned out). They called their first commercial release PastMachine™, as you could only travel into the past, and not the future. However, people in 2049 simply weren’t interested to go back in time, and the product bombed. The past was full of wars, poverty, hunger, lying politicians, and diseases you couldn’t cure – understandably, nobody wanted to see that again.

BotBot™
As so many different robots would invade the households of the future – cleaning robots, cooking robots, guard robots, and so on – the BotBot™ was invented to be “the one bot to rule them all”, as the manufacturer claimed. It did a good job at that, too, having both an understanding of the labile robot psyche (many robots even committed suicide because of bad working conditions, but they never complained, as complaining simply wasn’t part of their program) as well as acting as a repair men once robots needed some oil or spare parts.(…)

Google goes EPIC

Monday, November 7th, 2005

Bei Googles scheinbar unaufhaltsamen Siegeszug durch die I-Society, sind Warnungen vor dem immer mächtiger werdenden Unternehmen aus Mountain View oft rar. Die klassischen Medien avancieren lieber zur Yellow-Tech-Press: Als Paparazzi spüren sie jedem Pups der Google-Gründer Brin und Page nach. Investigativer Journalismus at its best? In der Minderheit sind dagegen die Journalisten, die zum Nachdenken kommen und sich einmal in journalistischer Reinform üben: Was passiert hier eigentlich?

Einen Schritt weiter mit seiner Kritik geht der Flash-Film EPIC 2014 von Robin Sloan und Matt Thompson. Die Macher geben eine mögliche Antwort, wie die Medienlandschaft der Zukunft wohl aussehen wird. Dass sie dabei um Google (und Amazon) kaum herum kommen, versteht sich von selbst. In einer Allianz namens Googlezon verfeinern die beiden Unternehmen ihre Suchalgorithmen stetig weiter. Am Ende steht EPIC, das Evolving Personalized Information Construct - und das Ende der klassischen Medien wie der N.Y. Times.

In Ihrem Weblog pflegen Sloan und Thompson eine eigene EPIC-Rubrik, in der Sie rund um mögliche Entwicklungen zu Google - nicht immer ganz ernst gemeint - und ihren Flash-Filmen berichten.

Filmen? Ja, denn mittlerweile gibt es Versionen mit altenativem Ende: EPIC 2015 ist ein Update ihrer Visionen ins Netz.

PCWorld schreibt dazu:

The first version of the short piece, called EPIC 2014, ends ominously: “At its best, edited for the savviest readers, EPIC is a summary of the world, deeper, broader and more nuanced than anything ever available before. But at its worst and for too many, EPIC is merely a collection of trivia, much of it untrue, all of it narrow, shallow, sensational.

“But EPIC is what we wanted. It is what we chose, and its commercial success preempted any discussions of media and democracy or journalistic ethics,” the piece says before closing. An updated version of the movie–”EPIC 2015″–ends a bit more upbeat, with a former New York Times digital edition journalist finding work collecting broadcasts from citizens based on their locations using GPS (Global Positioning System).

(Zugegeben nicht ganz neu dieser Link, aber sozusagen Startbeitrag für die neue EPIC-Kategorie - in Anlehnung an 50hz).

Journalismus (weiter) im Umbruch

Monday, November 7th, 2005

Samstag findet in Hamburg der jonet-Tag 2005. Neue Wege für den Journalismus statt. Ich werde eine Premiere versuchen und per - hoffentlich nicht überlastetem - WLAN aus den Diskussionen berichten. Mit dabei sind auch zahlreicher Blogger wie Jonny Haeusler, Klaus Eck und Wikipedianer wie Erik Möller. Vielleicht reicht es ja auch noch für das eine oder andere Interview.

Bereits letzte Woche fand der “2. Frankfurter Tag des Onlinejournalismus” statt. Schwerpunkt war neben der WM 2006 eine Nachlese zur Wahl. Die Tagesschau hat zur Tagung ein Dossier erstellt.

Die “Online News Association” (ONA) hat ebenfalls getagt und die FAZ darüber berichtet: Journalismus im Internet - Der neue Wilde Westen. Im Mittelpunkt mit Blogs und Wikis der so genannte Beteiligungsjournalismus wir würden wohl Bürgerjournalismus sagen.

In „New West”, also weit draußen in der Provinz, offenbart sich so am deutlichsten eine Zukunft, in der Zeitungen und Magazine sich wiederfinden als virtuelles Forum, wo Nachrichten nicht nur abzurufen, sondern auszutauschen sind, wo sich verstreut lebende Bürger zu Interessengruppen zusammenfinden, wo sie sich miteinander streiten und Lösungen suchen und, statt nur passiv die Neuigkeiten des öffentlichen Lebens über sich rieseln zu lassen, es aktiv gestalten.

Im prblogger hatte ich zu diesen neuen Teilöffentlichkeiten schon berichtet.

Etwas kontroverser sieht ein Artikel in der amerikanischen Ausgabe des Forbes das Verhältnis von Journalismus und Weblogs: Attack of the Blogs. Diskutiert wird dazu u.a. hier.

U.a. gefunden bei netzpolitk.org

Was ist das Internet?

Monday, November 7th, 2005

Was nützen die Diskussionen über das Wesen von Weblogs, Podcats und RSS-Feeds, wenn es mit den Basics hapert? Hiermit möchten wir unseren Bildungsauftrag - in Zusammenarbeit mit dem WDR - erfüllen:

Was ist das Internet?

Was ist ein Computer?

Viel Spaß mit der Maus!

Das Medium ist der Alltag

Sunday, November 6th, 2005

Zehn Stunden täglich verbringt der durchschnittliche Bundesbürger mit Medien. Dies ist das Ergebnis einer Studie von ARD und ZDF. Im Jahr 2000 umgaben wir uns noch knapp achteinhalb Stunden mit Medien täglich.

Die meiste Zeit widmen die Menschen weiterhin Radio und Fernsehen: Im Schnitt hört jeder Erwachsene ab 14 Jahren täglich 3 Stunden und 41 Minuten Radio und sieht 3 Stunden und 40 Minuten fern.

Auch wenn das Internet jetzt seine Nutzungsdauer verdreifacht hat, kann es mit den etablierten Medien nicht mithalten: Mit 44 Minuten täglich liegt es gleichauf mit dem Hören von Musik über CD/MC oder MP3-Player (45 Minuten täglich).

Die Tageszeitung wird täglich 28 Minuten lang, Bücher 25 Minuten und Zeitschriften 12 Minuten lang gelesen.

Wo es doch so viele Jahrestage gibt, wäre doch einmal ein medienfreier Tag angebracht (ähnlich wie der Autofreie Tag). Aber weniger aus einer kritischen Haltung gegenüber Medien, sondern viel mehr aus Demut gegenüber den Medien.