WSIS läuft

Der UN-Gipfel zur Informationsgesellschaft in Tunis hat mehr schlecht als recht begonnen. Repressalien vor Ort gegen Pressevertreter und Aktivisten der Zivilgesellschaft sind mehr als nur an der Tagesordnung.

Vor Ort sind zahlreiche deutsche Netzaktivisten - u.a. Markus Beckedahl, der sehr ausführlich bei netzpolitik.org aus Tunesien berichtet. Deswegen schaut dort in die spannenden Berichte und hört in die Podcasts/Interviews rein. Mehr gibt es nicht zu sagen, oder?

Nun doch, Markus hat es schon beklagt, dass neben dem ICANN-Streit kaum noch ein anderes Thema in der Öffentlichkeit und auf dem Kongress stattfindet. Alexander Svensson von Wortfeld hat sich einmal darüber ausgelassen, was es von diesem Thema hält: Netzmythen in den Medien

Die aktuelle Berichterstattung über WSIS und ICANN ist bislang für weite Teile des deutschen Journalismus kein Ruhmesblatt. “Och, da bleibt ja in Sachen ICANN fast alles beim alten”, tönt es überall. Glückwunsch: In Tunis ging es nur um die Frage, ob alles beim alten bleibt, weil der Kompromiss so lautet oder weil kein Kompromiss gefunden wird. Den Entscheidungskampf um die Internet-Weltherrschaft gibt es nur in den Köpfen von Journalisten — auch die EU zählt zu ICANNs Eltern und will an der Organisation festhalten.

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