Google TV: Die Suchmaschine, die aus dem Bildschirm kam

Nachdem der digitale Raum weitestgehend erobert ist, nimmt Google jetzt auch die Welt außerhalb des Bildschirms in Angriff. Der Mantel der Unschuld ist bereits abgelegt und die Satellitendaten hat man ja eh bereits.

In den Google Laboren wird an einer Technik gewerkelt, um über ein computerintegriertes Mikrophon, das Fernsehprogramm der Nutzer zu belauschen verfolgen. Mit diesen Daten soll es zukünftig möglich sein, am Computer kontextrelevante Informationen zum aktuellen Fernsehprogramm zu präsentieren. Läuft eine politische Debatte sollen passende Diskussionsforen angezeigt werden, zur Daily Soap gibt es gleich den passenden Chat-Room.

Die Anwendungen liegen auf der Hand: Im nächsten Schritt könnte man den Dienst sicherlich auf den Google-Hauptgeschäftszweig: kontextsensitive Werbung erweitern und auch die übrigen Raumgeräusche miteinbeziehen. Bei lautem Babygeschrei würden dann gleich die passenden Adwords für Babysitter geschaltet werden. Zusätzlich zu Content-Geboten könnten Adwords Professionals dann also auch Gebote auf hohe Dezibel-Zahlen abgeben. Impulskauf par exellance.

Vielleicht war es nur die Sommerhitze, aber als ich zum ersten Mal las, dass Google diese neue wohnzimmerinvasive Technik plant, musste ich urplötzlich an den Japan-Shocker Ringu (hierzulande bekannt durch das Hollywood-Remake: The Ring) denken und an das kleine Mädchen, dass aus dem Bildschirm krabbelt, um seine Opfer per bösem Blick zu goog.. äh zu schocken. In diesem Sinne: Frohes Zappen!

One Response to “Google TV: Die Suchmaschine, die aus dem Bildschirm kam”

  1. marek Says:

    Ehrlich gesagt , wenn ich solche Nachrichten lese, dann werde ich ziemlch nachdenklich.Solche Einschnitte in die Privatsphäre sollten eigentlich gesetzlich verboten werden. Der Missbrauch bei solch einer Technik ist quasi schon vorprogrammiert. Da das datenschutzgesetzt mittlerweile nur noch auf dem papier existiert und mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun hat, ist die eine Seite. das aber der nun mittlerweile gläserne Bürger sich eine solche Technik freiwillig ins Haus holt und damit nun praktisch 24 Stunden am tag überwacht werden kann ist wieder eine andere Sache. Mit solchen Mitteln kann unter bestimmten Umständen eine Gesellschaft in relativ kurzer Zeit.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.