Archive for the 'Medien' Category

Google Booksearch

Monday, May 29th, 2006

Um Googles Projekt Booksearch (ehemals Print) gabs ja schon einigen Wirbel. Nicht zuletzt die Bibliothekare in ganz Europa haben sich hier zu Wort gemeldet. Aber auch der deutsche Buchhandel blieb - in einer ganz eigenen Geschwindigkeit - nicht untätig. “Volltextsuche online”, so der schmissige Name, soll dem Buchdurchsuchprojekt von Google Paroli bieten, vor allem aber dafür sorgen, dass die Inhalte in den Händen der Verlage bleiben.

Auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2006 soll der Prototyp vorgestellt werden. Die Kosten des Projektes werden nach Kalkulation der MVB unter einer Million Euro liegen.

Das Newsportal de.internet.com weiß Details zum Projekt zu berichten:

Durch “Volltextsuche online” kann dann künftig auf digitale Inhalte zugegriffen werden, die Kontrolle über die Texte behalten die Verlage. Damit würden Inhalte der deutschen Literatur als Volltextdateien verfügbar, hieß es weiter. Über ein gemeinsames Netzwerk bekommen Suchmaschinenbetreiber die Möglichkeit, die Volltexte der Bücher zu durchsuchen und für die Kunden verfügbar zu machen.

Wesentliches Ziel des Projektes ist es, die Rechte der Verleger auch auf elektronischer Ebene zu sichern. Gleichzeitig wird es allen Verlagen ermöglicht, an einem solchen System teilzunehmen. Mit diesem Schritt bereite der deutsche Buchhandel die technische und juristische Grundlage dafür, dass Buchinhalte in Zukunft in elektronischer Form verfügbar und handelbar werden.

Wissen offline - und doch online

Thursday, January 19th, 2006

Ein Aufschrei ging (und geht) durch die Netzwelt: Seit der Nacht vom 17. auf den 18. Januar ging Wikipedia Deutschland scheinbar vom Netz ging. Dabei wurde die Weiterleitung von www.wikipedia.de auf de.wikipedia.org abgeschaltet. Das eigentliche Projekt ist auch weiterhin unter de.wikipedia.org zu erreichen. Stattdessen gibt es nun auf wikipedia.de dieses hier zu lesen:

Liebe Freunde Freien Wissens,

durch eine vor dem Amtsgericht Berlin-Charlottenburg am 17. Januar 2006 erwirkte einstweilige Verfügung wurde dem Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. untersagt, von dieser Domain auf die deutschsprachige Ausgabe der freien Enzyklopädie Wikipedia (wikipedia.org) weiterzuleiten.

Wir lassen derzeit durch unsere Rechtsanwälte alle möglichen Schritte prüfen, um Ihnen schnellstmöglich wieder einen unkomplizierten Zugang zur freien Enzyklopädie Wikipedia zu bieten. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen bis auf Weiteres keine weiteren Stellungnahmen in dieser Sache abgeben werden.

Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Berlin, 18. Januar 2006

Neben zahlreichen Verschwörungstheorien gibt es auch inhaltlicheres in zahlreichen Online-Medien wie SPON und tagesschau.de sowie in Weblogs über die wahren Hintergründe zu erfahren: Der Grund ist eine Unterlassungsklage, die einen bestimmten Artikel bzw. die dort auftretende vollständige Namensnennung des Hackers Tron verhindern soll. Weitere Hintergründe bei der deutschsprachigen Ausgabe de.wikipedia.org

So weit, so gut: Der Fall wurde und wird ja in der Netzlandschaft ausgiebig kommentiert werden. Was können wir aber aus Sicht der Google-Gesellschaft darüber lernen?

(1) Prinzipien des Netzes bleiben weiter unverstanden
Einmal ins Netz gestellte Inhalte lassen sich kaum durch richterliche Verfügungen aus dem Netz entfernen. Die Verfügung gegen Wikimedia Deutschland hat letztlich das Gegenteil erreicht: Den Namen ihres Sohnes haben die klagenden Eltern weit in die Google-Gesellschaft hinausgetragen. Als zu zitierendes Beispiel wird der Fall “Wikipedia gegen Tron” ähnliche Popularität erlangen wie der Jamba-Fall.

(2) Werte der Industriegesellschaft treffen auf Werte der Google-Gesellschaft
Deutsche Gerichte glauben immer noch, ein internationales soziales und technisches Gefüge mit nationalem Recht begegnen zu können. Es ist sehr geschickt von den Klägern bzw. dessen Anwalt, die Weiterleitung zu unterbinden. Denn Wikimedia Deutschland kann nicht gezwungen werden, den Beitrag zu entfernen oder ggf. den Namen “zu schwärzen”. Diese Daten liegen irgendwo auf irgendwelchen Servern und unterstehen einem Verein, der in den USA ansässig ist.

Für die Weiterleitung und damit die scheinbare “Verbeitung” in Deutschland glaubt das Gericht aber den Verein haftbar machen zu können. Da hat doch jemand das Internet nicht verstanden.

Bei Spiegel Online wird zu Recht angemerkt: Letztlich also könnte der Streit zu einem regelrechten Präzedenzfall für Wikipedia.de werden, der eine nicht unerhebliche Frage klären könnte: Was ist Wikipedia eigentlich - rein rechtlich? Hier wird deutlich, dass alte soziale Kategorien (wie Presse/keine Presse; Unternehmen/kein Unternehmen) nicht mehr reibungslos funktionieren. Die neue Welt ist eben nicht die alte.

(3) Das Netz hat keine Lobby
Auch wenn dieser Fall wahrscheinlich glimpflich für Wikimedia Deutschland und das gesamte Projekt verlaufen wird, kristalisiert sich doch heraus, dass Netzprojekte (auch wegen des fehlenden Verständnisses) zunehmend mit gerichtlichen Mitteln belangt werden. Hier schießen eben jene alten Werte mit Rechtsmitteln auf die unliebsamen Ausprägungen einer netzwerkmedialen Welt.
Nicht immer sind dabei die Rechtslagen so eindeutig und die Projekte so populär. Schon kleine Strafbescheide über 5.000 Euro können dann Projekte an das finanzielle und tatsächliche Ende bringen.

Dies wird die Netzgesellschaft nicht verhindern, aber in ihrer innovativen Kraft sicherlich behindern und verzögern. Nicht ohne Grund versuchen “alte” Industrien wie die Musik- und Filmbranche ihre Ansichten ins Netz zu pflastern.

Das Borg-Syndrom voraus?

Friday, December 9th, 2005

Vorgestern erschien bei Telepolis ein zwar launiger, aber im Kern vielleicht doch ernst gemeinter Essay: Telekommunikativ Überfordert?
Wolf-Dieter Roth berichtet darin über die neue Furcht vor der Kommunikationssucht, die sich – wie sollte es anders sein – in den USA auszubreiten scheint:

„Die New York Times [extern] verkündet dieser Tage, dass zwischen sechs und zehn Prozent der etwa 189 Millionen Internetnutzer in den USA einer Abhängigkeit von diesen Kommunikationsmedium entwickelt haben, die so zerstörerisch sein kann wie Alkohol oder Drogen.

Die Entzugsymptome ähneln denen anderer Süchte, so die Medizinerin Dr. Cash, die eine Klinik für Internet- und Computersüchtige betreibt: Von Schwitzen über Angstzustände bis zu ausgewachsener Paranoia sei alles vertreten. Ebenso Schlaflosigkeit ([local] Wenn die Nächte nicht enden wollen…), dafür bleierne Müdigkeit am Tag und Antriebslosigkeit bis zur Depression. Nicht ohne Grund wird der PDA [extern] Blackberry ja auch gerne [extern] Crackberry genannt, doch auch mit ganz gewöhnlichen Handys wird regelmäßig heimlich unter Schulbank oder Bürotisch gesimst.

Diejenigen, die einsehen, dass sie ein Problem haben und sich deswegen in Behandlung begeben, haben dabei das Problem, dass Kommunikations- beziehungsweise Internetsucht bislang nicht offiziell als Krankheit anerkannt ist und deswegen die Krankenversicherungen auch nicht die Kosten für die Behandlung übernehmen, so die New York Times.“

Diese ‚Gefahrenwahrnehmung‘ ist nicht neu. Und sie stammt tatsächlich aus den USA, wo der Psychiater Ivan Goldberg 1994 in einer Mailinglist einen scherzhaft gemeinten Beitrag über eine neue von im „Internet Addiction Disorder“ genannte Krankheit lieferte. Zu seiner eigenen Überraschung nahmen viele Leser und Leserinnen seinen Scherz jedoch überaus ernst: die Internetsucht war geboten. Diese und andere Details finden sich in dem Aufsatz „Internetsucht – eine konstruktionistische Fallstudie“, die Susanne Walter und ich im Jahre 2003 für die Zeitschrift Soziale Probleme verfasst hatten (ist leider immer noch nicht online zugänglich).

Auf den ersten Blick also: nichts Neues. Jenseits der ‚konstruktionistischen Fallstudie‘ darf man natürlich trotzdem fragen: Was ist dran an der These der kommunikativen Überforderung? Kommt zur Möglichkeit permanenter Kommunikation nun der Zwang hinzu, diese auch zu nutzen?

Richtig ist sicherlich, dass wir uns heute selbst in ein immer lückenloseres Kommunikationsnetz einbinden, das uns kontinuierlich mit anderen Menschen, aber auch mit Programmen und Maschinen verlinkt. Aktuell beobachten wir den Siegeszug der mobilen Kommunikatoren. Mit ihnen wird der Informationsaustausch völlig unabhängig von Orten und sozialen Situationen. Zumindest wahrscheinlich ist, dass diese neuen Möglichkeiten auch einen sozialen Zwang zur Kommunikation hervorbringen werden. Wer seine Emails nur unregelmäßig beantwortet, keinen Anrufbeantwortet besitzt oder sein Handy ausgeschaltet lässt, hat bereits heute schnell den Ruf weg, unkommunikativ, möglicherweise sogar unsozial zu sein. Er wird auch immer häufiger von seinem sozialen Umfeld gerügt oder anderweitig abgestraft. Was wir beobachten ist zweifellos die Entstehung einer sozialen Norm, nach der jedes Mitglied der Google-Gesellschaft jederzeit ‚online‘ zu sein hat – erreichbar in jeder Lebenssituation, am Tage und in der Nacht.

Mit dieser Norm korrespondiert allerdings auch der innige Wunsch vieler, gerade aber der jugendlichen Gesellschaftsmitglieder, dieser Norm zu folgen. Diesen Wunsch, jederzeit auch mit weit entfernten Mitmenschen via Handy und SMS, Email und Chat verbunden zu sein, beschreibt Roth in seinem Artikel.

Aber bringt uns dieser Wunsch nach permanentem Austausch gleich einer Kollektiv-Zivilisation näher, wie wir sie bislang nur aus der Science-Fiction kennen? Wird diese so aussehen müssen, wie das Kollektiv der „Borg“, das die Fernsehserie Startrek einst als negativen Gegenhorizont zur menschlichen Individualität zeichnete? Und gilt auch hier: Widerstand ist zwecklos? Fraglich ist, ob ein Wunsch immer gleich zum inneren Zwang erklärt werden sollte und gesellschaftliche Besorgnis auslösen muss. Krankhafter Drang zur medial vermittelten Kommunikation? Ich bin kein Anhänger solcher Pathologisierungen. Und an all die in den letzten Jahren ausgerufen und mit dem Suffix ‚Sucht‘ gebildeten sozialen Probleme mag ich ohnehin nicht so recht glauben. Ich gebe allerdings zu, dass ich (leider) auch nicht zur Berufsgruppe gehöre, die mit immer neuen Alarmmeldungen und Therapievorschlägen ihren Lebensunterhalt bestreiten kann. Aber, liebe Psychologen, Sozialarbeiterinnen und Psychiater, wenn Ihr denn meint, eine neue psychosoziale Gefahr ausrufen zu müssen, lasst mir wenigstens den Ruhm der Namensgebung: Nieder mit der Kommunikationssucht – es lebe das „Borg-Syndrom“ … nach Schetsche (2005) .
;-)

Blogs: Ein Geschenk von Mütterchen Russland

Monday, November 14th, 2005

Russland nimmt nicht nur bezüglich einer Blogger-Zahl von ca. 170 000 registrierten Nutzern einen engagierten Platz ein, sondern beansprucht neuerdings für sich auch, Blogs erfunden zu haben: Ein findiger russischer Blogger hat herausgefunden, dass das Phänomen bereits 1837 vom russischen Prinzen Wladimir Odojewskij vorausgesagt wurde.

In einer utopischen Schrift entwarf dieser ein Bild der russischen Gesellschaft im Jahre 4438, in dem die Häuser durch magnetische Telegraphen verbunden sein würden, die es weit voneinander entfernt lebenden Menschen erlauben würden, miteinander zu kommunizieren. Außerdem würde jeder Haushalt eine Art Tagesjournal veröffentlichen und unter ausgewählten Bekannten verbreiten:

Viele Haushalte hier veröffentlichen Journale, die die gewöhnliche Korrespondenz ersetzen. Solche Journale stellen in der Regel Informationen über die gute oder schlechte Gesundheit, Familienneuigkeiten, verschiedene Gedanken und Kommentare, kleine Erfindungen und Einladungen zu Empfängen bereit.

Russische Blogger sehen hierin einen Beweis für den berechtigten Glauben an das russische Genie, der laut Moscow News eine der grundlegenden Eigenheiten der russischen Mentalität sei – zumal der technologische Fortschritt Odojewskijs Vision für das Jahr 4438 einen großen Schritt näher an seine eigene Lebenszeit gerückt hat.

Jonet-Tag (16): Das bleibt vom jonet-Tag

Sunday, November 13th, 2005

Das Wichtigste vorweg: Einen herzlichen Dank an das jonet-Team für die viele Arbeit, um 400 diskussionswütigen Medienmenschen ein Forum zu bieten. Ich bin gut erhalten und inhaltlich angereichert wieder in Berlin angekommen.

Was bleibt mir, der nicht (mehr) als Journalist sein Brot verdient, vom jonet-Tag?

(1) Als aller erstes erst einmal eine nüchterne Sicht auf die deutsche Medienlandschaft: Ich bin überrascht über die Ehrlichkeit, mit der die Situation des deutschen Journalismus diskutiert wurde.

Dieser befindet sich nach meinem Eindruck zwischen zwei Fronten: Auf der einen Seite der dynamische Meinungsmarkt, in dem neben Unternehmen, Verbände, PR-Agenturen und Politik die Journalisten eine schwierigere werdende Aufgabe und ein schlechter werdendes Standing haben. Auf der anderen Seite sind die vielen “Mikromedien”, wie sie auf dem jonet-Tag hießen: Wikis, Blogs, Podcasts - alle machen den klassischen Medien ordentlich Dampf unter’m Arsch. Dabei, auch das ist wichtig, ist die Lage der freien Journalisten um einiges dramatischer als das der meist gut situierten festangestellten Redakteure.

Was sagt uns das für die Google-Gesellschaft? Öffentlichkeiten sind im Umbruch, eben auch weil Mikromedialisten und Politagitatoren viel leichter Meinungen machen können und sich am sozialen Aushandlungsprozess über “Tatsachen” ordentlich einmischen.

(2) Wenn Blogger übers Bloggen bloggen sprechen, wird es nicht automatisch spannend. Ich plädiere an alle Tagungsorganisatoren: Ladet Blogger ein, aber lasst sie nicht unter sich diskutieren. Und: Ladet Menschen ein, die sich für Umwelt, Politik oder Nachbarschaft engagieren und darüber bloggen. Lasst sie berichten, was sich für sie in ihrer Arbeit ändert. Nämlich dann lässt sich auch nachzeichnen, wie die Neuen Medien Gesellschaft verändern.

Alle Blogger-Blogger rufe ich auf, mehr über die eigenen Standards zu diskutieren. Was ist ein ethisches und handwerkliches Mindestgerüst, um die neue Kulturtechnik Bloggen verantwortungsvoll zu betreiben? Wer mag mit mir einen Vorschlag in die Runde werfen?

(3) Live-Blogging ist spannend, verwegen und anstrengend.

Bei technorati mehr zum

Jonet-Tag (15): PR und Journalismus VIII

Saturday, November 12th, 2005

Christoph Fischer wurde gerade etwas lauter und regte sich wortgewaltig über Garbowskis Vorschlag auf, schlechte Medien umtauschen zu können bzw. eine Gewährleistungspflicht für Medien einzuführen.

Von der Muppet Show zu Spitting Image…

Er konnte nur mit Mühe beruhigt werden. Erinnert mich an einen Text über Choleriker, den ich letztens auf einem Poetry Slam hörte.

So weit, ich gebe zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

Jonet-Tag (14): PR und Journalismus VII

Saturday, November 12th, 2005

Langsam lehnt sich das Publikum gegen das Podium auf… Vielleicht kommt die zwar durchaus unterhaltsame Alt-Herren-Erzählweise der moralisierende Plauderton doch nicht so gut an ;-)

Stilistisch, weniger inhaltlich, ist das Panel wie eine doppelte Muppet-Show: In der Mitte Frau Hucke, links und rechts zwei alte Herren in bester Laune.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (12): PR und Journalismus V

Saturday, November 12th, 2005

Deutlich in der Diskussion wird, dass das Spannungsfeld “PR und Journalismus” vor allem im Hause der Medien gerade gebogen werden muss: Schlechte Bezahlung, zu wenig Mitarbeiter und unzureichende Kenntnisse über die rechtlichen Grundlagen führen zu einem journalistischen Standard, der eigentlich als solcher nicht mehr bezeichnet werden dürfte.

Veronika Hucke, Leiterin Unternehmenskommunikation Philips, macht deutlich, dass es natürlich nicht im Interesse von Unternehmen sein kann, dass Redaktionen zunehmend unbezahlte Beiträge ins Blatt nehmen. Denn dann, so Hucke, würde es irgendwann nur noch darum gehen, welches Unternehmen am meisten für eine Geschichte zahlt. Auch Unternehmen müssen an einem sauberen Journalismus interessiert sein. Ein Statement, dass ich nur unterstreichen kann.

Abstrus finde ich das Argument, dass Unternehmen doch PR lieben müssten, weil sie dann auf Werbung verzichten könnten. Das eine hat wohl nur wenig mit dem anderen zu tun.

Garbowski weist zu Recht darauf hin, dass die Diskussionen immer nur mit den Guten geführt werden würden. Springer würde sich nicht auf ein solches Podium setzen.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (11): PR und Journalismus IV

Saturday, November 12th, 2005

Peter Garbowski benennt eines der Probleme im Verhältnis von Journalismus und PR: Die Vergütung von Journalisten. Wie soll sich ein Journalist auch für 40 Euro pro Beitrag über Wasser halten? Entsprechend müssten diese auf andere Einnahmequellen zurückgreifen.

Andreas Kunze berichtet über seine Auseinandersetzung mit dem Springer-Verlag: Als Leser eines Springer-Mediums verlangte er sein Geld zurück, weil ein ihn interessierender Beitrag eigentlich nur Schleichwerbung sei.

Auf den Hinweis, dass es journalistische Gepflogenheit sei, Quellen gegenzuchecken und mehrere Quellen zu befragen, antwortete die Springer-Rechtsabteilung: Diese Gepflogenheiten würden im deutschen Verlagswesen nicht existieren.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.

Jonet-Tag (10): PR und Journalismus III

Saturday, November 12th, 2005

Zitat des Tages kommt von Christoph Fischer:

“Was macht man, wenn man nicht mehr weiter weiß? Man gründet einen Arbeitskreis!”

..und verweist darauf, dass Unternehmen längst mehr als Pressemeldungen verschicken. Sie, so Fischer, gründen mit Hilfe von wirtschaftsnahen Wissenschaftlern einfach wissenschaftliche Gremien, die die gewünschte Meinung transportieren.

: Alle Statements wurden natürlich nicht mit den Rednern gegengecheckt.