Archive for the 'Und der ganze Rest...' Category

Google TV: Die Suchmaschine, die aus dem Bildschirm kam

Friday, June 16th, 2006

Nachdem der digitale Raum weitestgehend erobert ist, nimmt Google jetzt auch die Welt außerhalb des Bildschirms in Angriff. Der Mantel der Unschuld ist bereits abgelegt und die Satellitendaten hat man ja eh bereits.

In den Google Laboren wird an einer Technik gewerkelt, um über ein computerintegriertes Mikrophon, das Fernsehprogramm der Nutzer zu belauschen verfolgen. Mit diesen Daten soll es zukünftig möglich sein, am Computer kontextrelevante Informationen zum aktuellen Fernsehprogramm zu präsentieren. Läuft eine politische Debatte sollen passende Diskussionsforen angezeigt werden, zur Daily Soap gibt es gleich den passenden Chat-Room.

Die Anwendungen liegen auf der Hand: Im nächsten Schritt könnte man den Dienst sicherlich auf den Google-Hauptgeschäftszweig: kontextsensitive Werbung erweitern und auch die übrigen Raumgeräusche miteinbeziehen. Bei lautem Babygeschrei würden dann gleich die passenden Adwords für Babysitter geschaltet werden. Zusätzlich zu Content-Geboten könnten Adwords Professionals dann also auch Gebote auf hohe Dezibel-Zahlen abgeben. Impulskauf par exellance.

Vielleicht war es nur die Sommerhitze, aber als ich zum ersten Mal las, dass Google diese neue wohnzimmerinvasive Technik plant, musste ich urplötzlich an den Japan-Shocker Ringu (hierzulande bekannt durch das Hollywood-Remake: The Ring) denken und an das kleine Mädchen, dass aus dem Bildschirm krabbelt, um seine Opfer per bösem Blick zu goog.. äh zu schocken. In diesem Sinne: Frohes Zappen!

Das Google Büro

Thursday, June 8th, 2006

Seit kurzem hält Google in unserer Welt noch mehr Einzug: Google Spreadsheets. Neben dem Schreibprogramm “Writely”, der E-Mail-Anwendung “Gmail”, der Photoverwaltung Picasa und dem Instant-Messenger “Talk” komplettiert Google damit erstmal sein Angebot fürs Office.

Soll das der Angriff auf Microsoft werden? Werden wir in 2 Jahren weder OpenOffice noch MSOffice, sondern nurnoch Google nutzen? Dann ist es nurnoch eine Frage der Zeit, bis Google mit einem eigenen Betriebssystem auf den Markt kommt.

Freuen würde ich mich aber auch über den Google Kugelschreiber! Schreibt immer, kostenlos, in allen Farben. Naja aber ich muss halt damit Leben dass er mir ab und zu nicht das schreibt was ich will und manchmal Werbeanzeigen aufs Papier kritzelt.

Google - Die Macht einer Suchmaschine

Wednesday, June 7th, 2006

Heute Abend gibt es im TV den “ersten deutsche Film über den amerikanischen Internet-Giganten” unter dem Titel: “Google - die Macht einer Suchmaschine”.

Sendetermin:

  • NDR Fernsehen, Mittwoch, 7.6.06, 23.00 - 23.30 Uhr

Wiederholungen:

  • NDR Fernsehen, Donnerstag, 8.6.06, 7.00 - 7.30 Uhr
  • 3sat, Freitag, 9.6.06, 15.30 -16.00 Uhr

In der Sendung wird das Quasi-Monopol über das digitalen Wissen erstmals in voller Schaerfe thematisiert, die Sendung zeigt (Zitat):

“…was es bedeutet, wenn ein Anbieter das Monopol im Internet hat und es kaum Konkurrenten gibt, die Google etwas entgegensetzen können.”

Mehr unter: http://www.ndr.de/zapp

Quelle: SuMa e.V.-Newsletter

Hallo Welt

Sunday, June 4th, 2006

Ich komme endlich mal dazu hier meinen Einstands-Post zu schreiben. Über mich selbst kann jeder ja unter Autoren lesen, also gleich zur Sache:

Ich glaube das wir in Deutschland einiges verschlafen. Wir sind zweifelsohne eine Suchmaschinen-Gesellschaft. Es ist aber wichtig, dass wir von der Google-Gesellschaft wegkommen zu einer eigenen konkurrenzfähigen Suchalternative. Leider ist Google immernoch zu genial und zu schnell im Vergleich zu der europäischen Offentlichkeit, die nur zäh auf die Problematik reagiert.

Google ist nicht böse - wir sind einfach NOCH nicht gut genug.

Digitale Machtübernahme – Weltherrscher Google?

Tuesday, May 16th, 2006

Über die Rolle Googles für das neue Leitmedium Google wird auf dem Jahrestreffen des “netzwerk recherche” diskutiert.

Unter dem Titel “Digitale Machtuebernahme - Weltherrscher Google?” diskutieren am Samstag, dem 20.5., um 16.30 Uhr im NDR-Konferenzzentrum Hamburg Prof. Hendrik Speck, Dr. Wolfgang Sander-Beuermann und ich über Google, die Medien und den Alternativen.

An einen Vertreter von Google auf dem Podium glaube ich nicht - auch wenn er noch im Programm steht. Moderator ist SPIEGEL-Redakteur Markus Brauck.

Mehr zur Konferenz und Diskussion beim netzwerk recherche.

Du bist eine Stichwortwolke

Tuesday, May 16th, 2006

Wie war das in der Kommunikationstheorie nochmal mit dem “blinden Fleck”? Alles was ich selbst von mir nicht wahrnehmen kann. Der Teil meines Selbst, den ich nicht erkenne, ohne den ich aber auch nicht vollkommen bin.

Unter diesem Aspekt kann auch hier das Web2.0 Nachhilfe leisten. Nachdem man zu allem Möglichen im Web seinen Senf - in Web2.0 Sprache “Tag” [englisch: täck]- also seinen Tag hinzugeben kann, geht das jetzt endlich auch mit der eigenen Person.

“Tagge dich selbst!” ruft also eine amerikansiche Stellenbörse. Und nach dem Taggen, also der Beschreibung der eigene Person in Stichworten, entsteht eine persönliche Tagcloud - eine Stichwortwolke.

Die kann ich jetzt mit den Stellenangeboten abgleichen. Das ist natürlich - siehe oben: blinder Fleck - nur die halbe Wahrheit. Wenn mich jetzt also noch die halbe Verwandschaft taggen würde, dann könnte ich vielleicht wirklich einen passenden Job finden.
Auf der sozialen Ebene, also die Tagcloud aller Stellenangebote, macht es dann aber wieder Sinn. Man bekommt ein Echtzeitabbild des Stellenmarktes mit einigen spannenden Begriffen, wie ich hier bereits bemerkte.

Na, wird schon noch.

Hallo!

Thursday, May 11th, 2006

Dies ist mein erster Beitrag hier in diesem Blog … was kann ich da besseres sagen als “Hallo”!? Ein freundliches “Hallo” also an Leser und hoffentlich Kommentar-Schreibende! Ich will mit meinem ersten Beitrag hier auch nicht gleich “in medias res” hineinspringen - das kommt schon noch - sondern erstmal ein paar mehr allgemeine Sätze zu diesem treffend gewählten Ausdruck “Google-Gesellschaft” und meine grundsätzliche Position zu diesem Quasi-Monopol der Informationsgesellschaft.

Ich denke, wir müssen zwei Dinge unterscheiden: einmal das, was die Firma Google tut, wie sie tatsächlich handelt - und zum zweiten das, was andere NICHT tun. Es kann nach meiner Auffassung kein Vorwurf an Google sein, dass diese Firma den Status eines Quasi-Monopols erreicht hat. Mein Vorwurf geht vielmehr an alle diejenigen, welche diesen Status durch NICHTSTUN ermöglicht haben und ihn fördern.

Es ist legitimes Prinzip unseres Wirtschaftssystems, dass eine Firma durch ihre besondere Leistung Monopolist wird. Das ist mir tausendmal lieber, als ein staatlich verordnetes Monopol. Und wir wollen uns nichts vormachen: Google HAT durch hervorragende Leistungen diesen Status des Quasi-Monopols erreicht. Dass es ausserdem Kritik am konkreten Handeln dieser Firma gibt, ist eine zweite Sache.

Meine härteste Kritik geht aber dahin, dass bisher kaum jemand etwas dagegen getan hat, dass Google diese Monopolstellung erreichen konnte. DAS ist der Punkt, an dem sich in erster Linie etwas ändern muss. Ich erinnere mich noch an genügend Gespräche mit “Führungskräften” aus Politik und Wirtschaft, die immer dann, wenn das Thema auf Google und Vorschläge zur Entwicklung eigener Suchmaschinen-Technologie kam, sagten “was wollen Sie da?? Hier bei uns nehmen alle Google zum Suchen - die sind doch gut, warum soll da noch was entwickelt werden??”

DAS ist “des Pudels Kern”.

Von China Lernen

Saturday, April 22nd, 2006

Die aktuellen Diskussionen um Googles China-Politik zeigen, welche Rolle Suchmaschinenanbieter für die staatliche Informationskontrolle spielen, namentlich wenn sie ein defacto-Monopol haben, wie heute Google.

Vorweg: Die politisch-moralische Aufregung über Googles Verhalten ist verständlich. „Wir haben ganz einfach keine Wahl“, hat der Google-Chef Eric Schmidt nach einer Meldung der “Welt” unlängst die China-Politik seines Unternehmens legitimiert. Dem kann ethisch leicht begegnet werden: Menschen haben immer eine Wahl. Unternehmen auch. Google ist nicht gezwungen, Märkte um jeden Preis zu erobern. Hinzuzufügen ist allerdings auch, dass andere Portal- und Suchmaschinenbetreiber sich genauso verhalten: „Ungesunde Inhalte“ würde man in Zukunft blockieren, heißt es in einer Erklärung, die 14 Unternehmen kürzlich in China abgegeben haben. Und weiter: „Wir sind eine ernstzunehmende Opposition gegen Online-Inhalte, die die öffentliche Moral, die Kultur und die Traditionen der Menschen in China untergraben“. Besser hätte auch George Orwell die Zurichtung der Wirklichkeit durch Sprachpolitik („Neusprech“) nicht beschreiben können. Die Unternehmen kapitulieren nicht nur vor der Diktatur – sie machen sich auch noch deren Sprache und Wirklichkeitskonstruktion zu Eigen. (more…)

Zum Tod von Stanislaw Lem

Tuesday, April 4th, 2006

Am 27. 3. starb mit Stanislaw Lem einer der großen Denker des Virtuellen. Lem, am Bekanntesten für ambitionierte Science Fiction, etwa die skurille Kurzgeschichtensammlung “Sterntagebücher” (1957, dt. 1961) und den zweifach verfilmten “Solaris” (1961/1972), war einer der brillantesten Analysten des technischen Fortschritts - und des gesellschaftlichen Fortschritts, der normalerweise nicht hinterherkommt.

(more…)

Frühjahrsputz bei Bloogle

Monday, March 13th, 2006

Die Motivation der ersten Sonnenstrahlen ist genutzt worden, um Bloogle technisch auf den neusten Stand zu bringen. Vom Sprung auf Wordpress 2.0.2 ist auf den ersten Blick wenig zu sehen, für uns Autoren wird das Bloggen aber durch das neue Backend etwas komfortabler.

Etwas zu sehen gibt es dann doch: Wir verfügen jetzt über einen Mister Wong-Button, mit dem man Bloogle per Klick in sein Bookmarkprofil aufnehmen kann.

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Mister Wong ist eine deutschsprachige Social Bookmark-Platform mit der sich Bookmarks online verwalten und mit anderen Nutzern teilen lassen. Eine praktische Sache, wenn man zu den Menschen gehört, die ihre Bookmarks über mehrere Rechner verteilt haben.